Weiss Golf · Fitting-Wissen

Fujikura Ventus VeloCore+:
Blue, Black oder Red?

Welcher Ventus-Schaft passt zu deinem Driver? Die Unterschiede verständlich erklärt – von VeloCore+ über das Biegeprofil bis zum Schwunggewicht.

Ein bekannter Name auf der Tour macht die Auswahl noch nicht einfach. Entscheidend ist, wie Schaftprofil, Gewicht, Flex und Schlägeraufbau zu deiner Bewegung passen.

Fujikura Ventus VeloCore+ Golfschäfte in den Modellfarben White, Red, Blue und Black
Fujikura Ventus VeloCore+ – verschiedene Profile für unterschiedliche Anforderungen. Abbildung: Fujikura.

Von Weiss Golf · Modellberatung und Schaftvergleich · Stand: November 2026

Was ist VeloCore+?

VeloCore+ ist Fujikuras Weiterentwicklung der VeloCore-Technologie. Eine überarbeitete Konstruktion mit mehreren Materialien im Schaftkern soll die Stabilität des Schlägers unterstützen. Der Hersteller verbindet damit das Ziel einer gleichmäßigeren Trefflage und engeren Streuung.

Das ist eine technische Zielsetzung, keine garantierte Verbesserung für jeden Golfer. Ob du davon profitierst, zeigt der Vergleich mit deinem aktuellen Schläger. Kopf, Loft, Treffpunkt und deine Bewegung bleiben Teil des Ergebnisses.

Ventus ist nicht immer dieselbe Ausführung.

Achte auf die vollständige Modellbezeichnung und die Kennzeichnung VeloCore beziehungsweise VeloCore+ am Schaft. Es gibt auch Ventus-Ausführungen ohne diese Technologie. Farbe und Ventus-Schriftzug allein reichen für einen Vergleich nicht aus.

Drei Profile im Fokus

Ventus Blue, Black und Red im Vergleich

Die folgende Einordnung bezieht sich auf die Ventus-Modelle mit VeloCore+. Flug- und Spinangaben sind Herstellerkategorien. Sie beschreiben eine Ausrichtung des Produkts und nicht zwingend deinen persönlichen Ballflug.

Blue

Mittlerer Startwinkel

Fujikura positioniert Blue grundsätzlich im mittleren Launch- und niedrigen Spinbereich; einzelne Spezifikationen können abweichen.

Ein sinnvoller Vergleichskandidat, wenn du einen ausgewogenen Ausgangspunkt suchst und nicht allein nach dem niedrigsten Ballflug auswählst.

Black

Flacherer Ballflug

Black ist auf niedrigen Launch und niedrigen Spin ausgelegt. Das Griff- und Spitzenprofil ist besonders fest eingeordnet.

Interessant, wenn ein solches Profil zu deiner Belastung und deinem Flugfenster passt. Ein niedriger Spinwert ist nur dann hilfreich, wenn ausreichend Höhe und Carry erhalten bleiben.

Red

Mehr Höhe im Blick

Red ist überwiegend im mittleren bis höheren Launchbereich angesiedelt. Das Profil unterscheidet sich von Blue und Black.

Ein Kandidat, wenn du mehr Flughöhe vergleichen möchtest. Red ist keine pauschale Empfehlung für Anfänger und Black keine automatische Wahl für gute Spieler.

Die Familie umfasst außerdem Ventus White. Ventus TR ist eine gesonderte Modellreihe; auch hier muss die jeweilige Generation berücksichtigt werden.

Welches Gewicht und welcher Flex passen?

Die Frage „Blue oder Black?“ ist nur der Anfang. Zwei Schäfte derselben Farbe können sich durch Gewicht und Flex deutlich unterscheiden. Umgekehrt lässt sich ein Stiff-Schaft nicht allein anhand des Buchstabens mit jedem anderen Stiff-Schaft gleichsetzen.

Für eine Vorauswahl helfen Schlägerkopfgeschwindigkeit, Tempo, Übergang in den Abschwung, aktuelles Schaftgewicht und gewünschtes Gefühl. Eine starre Zuordnung nach Handicap oder einer einzigen Geschwindigkeit greift zu kurz.

Gewicht

Zu leicht oder zu schwer kann sich auf Rhythmus und Trefflage auswirken. Wir prüfen, welches Gewicht du auch über mehrere Schläge kontrolliert bewegen kannst.

Flex & Biegeprofil

Entscheidend ist auch, wie die Steifigkeit über den Schaft verteilt ist. Deine Rückmeldung und die gemessenen Ergebnisse ergänzen die Herstellerangaben.

Länge & Balance

Die fertige Spiellänge, der Griff und das Kopfgewicht beeinflussen das Gesamtgefühl. Ein Schaftvergleich ist nur aussagekräftig, wenn diese Faktoren berücksichtigt werden.

Schaftwechsel? Das Schwunggewicht gehört dazu.

Wird ein Schläger verlängert, steigt sein Schwunggewicht in der Regel; beim Kürzen sinkt es. Soll ein ähnliches Schwunggewicht erhalten bleiben, kann beim Verlängern weniger Kopfgewicht und beim Kürzen zusätzliches Kopfgewicht nötig sein.

Wie viel tatsächlich angepasst werden muss, hängt unter anderem von Schaftgewicht, Balancepunkt, Griff und Kopf ab. Nicht jeder Kopf lässt sich beliebig leichter machen. Deshalb prüfen wir den gesamten Aufbau und messen die fertige Kombination.

Schlägerlänge und Schwunggewicht genauer erklärt

Macht ein Tour-Schaft automatisch mehr Länge?

Nein. Die Verwendung im Profibereich macht ein Modell interessant, ersetzt aber keine individuelle Auswahl. Ein Tourspieler nutzt eine bestimmte Kombination aus Kopf, Loft, Länge, Gewicht und Profil für seine eigene Bewegung.

Für dich zählt, ob ein Ventus-Setup die Qualität deiner Schläge verbessert: passende Carry-Länge, kontrollierbare Flugkurve und eine Streuung, mit der du auf dem Platz arbeiten kannst. Ein besonders langer Einzelschlag reicht als Beleg nicht aus.

Schaftauswahl im Weiss Golf Studio für den Vergleich von Driver- und Eisenschäften
Die passende Kombination finden: Schaftauswahl bei Weiss Golf.

Einblick in unsere Testauswahl

Fujikura Ventus VeloCore+ bei Weiss Golf

Ventus VeloCore+ gehört zu den Schäften, die bei Weiss Golf zum Testen bereitstehen. Die verschiedenen Profile zeigen, warum sich ein Schaft nicht allein über die Angaben Regular, Stiff oder X-Stiff beschreiben lässt.

Im direkten Vergleich werden Gewicht, Gefühl und Ballflug greifbar. Kopf, Loft, Spiellänge, Griff und Schwunggewicht beeinflussen das Ergebnis ebenfalls. Mit unserem Universaladapter-System lässt sich jeder Testkopf mit jedem Testschaft kombinieren – auch markenübergreifend. Unsere vorhandenen Modelle, Gewichte und Flex-Stufen bilden dabei die Testauswahl.

Mehr über unsere Schaftauswahl erfahren

Häufige Fragen zu Fujikura Ventus

Was ist der Unterschied zwischen Ventus Blue und Black?

Blue und Black unterscheiden sich im Biegeprofil und ihrer vorgesehenen Flugcharakteristik. Black ist auf niedrigeren Launch ausgelegt. Welcher für dich besser funktioniert, hängt auch von Gewicht, Flex, Kopf und persönlicher Belastung ab.

Ist Ventus Red nur für langsame Schwünge geeignet?

Nein. Die Farbe ist keine feste Geschwindigkeits- oder Handicapklasse. Entscheidend sind die genaue Spezifikation und das Ergebnis im Vergleich.

Hat jeder Fujikura Ventus VeloCore+?

Nein. Prüfe die vollständige Modellbezeichnung und die Technologie-Kennzeichnung. Ventus, Ventus mit VeloCore und Ventus mit VeloCore+ dürfen nicht gleichgesetzt werden.

Kann ich Ventus mit unterschiedlichen Driverköpfen vergleichen?

Ja. Mit unserem Universaladapter-System können wir jeden Testkopf mit jedem Testschaft verbinden. So lässt sich Ventus mit unterschiedlichen Köpfen markenübergreifend vergleichen. Spiellänge, Griff und Schwunggewicht berücksichtigen wir dabei ebenfalls.

Kann man Fujikura Ventus VeloCore+ bei Weiss Golf testen?

Ja, Ventus VeloCore+ ist Teil unserer Testauswahl. Die vorhandenen Gewichte und Flex-Stufen lassen sich durch unser Universaladapter-System mit jedem unserer Testköpfe kombinieren.

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Grundlage der Modellangaben: Fujikura Ventus, Shaft Profile Guide und VeloCore-Technologie. Produktabbildung: Fujikura. Dieser Ratgeber enthält keine eigenen modellbezogenen Messreihen oder garantierten Leistungsversprechen.