Stahl- oder Carbonschaft in den Eisen? Unser Fazit nach einer Saison mit dem Fujikura Axiom

Carbonschaft im Eisen war lange ein Thema für langsame Schwünge. Das hat sich geändert: Flo hat eine komplette Saison den Fujikura Axiom mit 130 Gramm gespielt, statt seines gewohnten Project X Stahlschafts. Hier ist das ehrliche Fazit inklusive GC-Quad-Vergleich.

Die Ausgangslage: vom Project X 6.0 zum Fujikura Axiom

Der Fujikura Axiom ist dem Ventus nachempfunden, dem erfolgreichsten Driver-Schaft auf der Tour, nur eben als Eisenschaft. Mit 130 Gramm gehört er zu den ganz wenigen richtig schweren Carbonschäften auf dem Markt. Flo hat ihn in seinen Srixon ZX7 Eisen gespielt, bei 92 bis 96 mph Schwunggeschwindigkeit mit dem Eisen 6, also definitiv kein Langsamschwinger-Setup.

Project X und Fujikura Axiom Golfschäfte liegen nebeneinander auf einer dunklen Oberfläche.

Warum überhaupt Carbon im Eisen?

Bei Stahl sind Gewicht und Härte gekoppelt: Je leichter der Stahlschaft, desto weicher wird er. Wer einen harten Schaft will, muss 120 oder 130 Gramm schwingen. Carbon löst diese Kopplung auf. Es gibt Carbonschäfte mit 70 oder 80 Gramm, die die Härte eines Project X haben. Gerade für schnelle Schwinger im fortgeschrittenen Alter ist das ein Riesenvorteil. Dazu lässt sich das Profil frei bauen: das Pitching Wedge eher Low Launch, die langen Eisen eher High Launch. Das kann Stahl in dieser Form nicht, dort ist die Entwicklung weitgehend am Maximum.

Der Vergleich auf dem GC-Quad: Axiom vs. Project X 6.0

Im direkten Vergleich zeigte sich der Klassiker aus dem Fitting: Der schwerere, härtere Schaft fliegt etwas niedriger, der leichtere Stahlschaft bringt einen Tick mehr Ballgeschwindigkeit. Entscheidend war aber etwas anderes. Erstens die Dispersion: Mit dem Axiom war die Streuung sichtbar enger, die geblockten Bälle weniger weit rechts. Zweitens der dynamische Loft: Mit dem weicheren Project X kam die Schlagfläche 1,3 Grad offener in den Treffmoment, ein typischer Effekt weicher Schäfte. Und drittens die Geschwindigkeit: Mit dem leichteren Stahlschaft war Flo plötzlich bei 96 statt 93 mph, ohne es zu wollen. Klingt gut, macht das Eisenspiel aber ungenauer. Der Axiom bremst ihn ein und genau das bringt Kontrolle.

Das Fazit nach einer Saison

Gerade die langen Eisen, früher Flos Schwachstelle, sind deutlich besser geworden: mehr getroffene Grüns, mehr Birdie-Chancen. Das Gefühl ist dabei näher am Stahlschaft als erwartet, ein steifer 130-Gramm-Carbonschaft ist nichts für Liebhaber von butterweichem Feedback. Das Urteil nach einem Jahr ist trotzdem eindeutig: Der Axiom bleibt im Bag.

Übrigens: Längere Schäfte sind nicht automatisch besser

Eine Randnotiz aus dem Video, die viele betrifft: Rein statisch müsste Flo bis zu ein Inch längere Schäfte spielen. Jeder Versuch endete aber damit, dass die Eisen wieder gekürzt wurden. Entscheidend ist nicht das Maßband, sondern die Position im Treffmoment, und die ist oft eine ganz andere. Genau deshalb messen wir im Fitting dynamisch und nicht nur statisch.

Ob ein Carbonschaft wie der Fujikura Axiom auch für dein Eisenspiel Sinn ergibt, hängt von Geschwindigkeit, Tempo und Treffbild ab. Genau das testen wir beim Schlägerfitting in unserem Studio in Rosenheim, markenneutral und mit Stahl- und Carbonschäften im direkten Vergleich auf dem GC-Quad.
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Das komplette Video mit allen Schlägen und Daten findest du hier: