Eisen-Test 2026: TaylorMade P790, Callaway Apex Ai200, Srixon ZXi5, Mizuno Pro M15 und Miura PI-402 im Vergleich
Einmal im Jahr schicken wir die wichtigsten Eisen der Mid-Handicap-Klasse ins direkte Duell – gleiche Bedingungen, gleicher Schaft, gleiche Schwunggeschwindigkeit. 2026 treten fünf Modelle an: der Vorjahressieger Callaway Apex Ai200, unser meistverkauftes Eisen Srixon ZXi5, der brandneue Miura PI-402, der TaylorMade P790 und der ebenfalls neue Mizuno Pro M15. Das komplette Video siehst du unten – hier kommen die Ergebnisse und unsere Einordnung als Fitter.
So haben wir getestet
Getestet haben wir im Fitting-Studio in Rosenheim auf dem GC-Quad-Launch-Monitor: 7er-Eisen, identischer Schaft (Fujikura, 80 g), Ball TaylorMade TP5x, Ziel eine Fahne auf 140 Metern. Die Schwunggeschwindigkeit lag konstant bei rund 76 mph – ein bewusst durchschnittliches Tempo, damit die Ergebnisse für möglichst viele Golfer übertragbar sind. Wichtig zum Verständnis: Die Lofts liegen bei allen Kandidaten zwischen 29 und 31 Grad – der ZXi5 hat ein Grad mehr, der Pro M15 ein Grad weniger als der Rest. Das klingt nach wenig, erklärt aber einen großen Teil der Längen- und Spinunterschiede.
Callaway Apex Ai200 – der unterschätzte Allrounder
Der Sieger des Vorjahres legt wieder stark vor: sehr weiches Schlaggefühl, Effizienzwerte konstant zwischen 1,37 und 1,39 und rund 140 Meter Carry bei etwa 4.000 Umdrehungen Spin. Kaum Ausreißer, kaum Schwächen. Unser Eindruck: ein Eisen, das im Schatten der großen Namen etwas untergeht – zu Unrecht.
Srixon ZXi5 – Preis-Leistungs-Tipp und Fitter-Liebling
Unser meistverkauftes Eisen. Mit einem Grad mehr Loft fliegt es minimal kürzer und höher, dafür mit dem meisten Spin im Feld (rund 4.600 U/min) – gut für Stopp auf dem Grün. Zwei Punkte machen es aus Fitter-Sicht besonders: Es ist hervorragend anpassbar (Lie und Loft lassen sich sauber biegen) und es hat eine V-Sohle, die bei steilem Angriffswinkel draußen auf dem Platz echte Vorteile bringt – ein Faktor, den ein Indoor-Test von der Matte nicht abbildet. Dazu ist es günstiger als die Konkurrenz und lässt sich im Satz gut mit dem ZXi7 kombinieren.
Miura PI-402 – die Überraschung des Tests
Neu im Programm und auf Anhieb auffällig: Effizienzwerte bis 1,41, mit rund 141 Metern Carry unter den längsten – und vor allem der konstanteste Kandidat im Feld. Die Standardabweichung im Carry lag bei nur 1,6 Metern, der beste Wert des Tages mit Abstand. Genau darauf kommt es bei einem Eisen an: Du willst wissen, dass die 140 Meter stehen – nicht einmal 130 und einmal 150. Dazu erstmals bei Miura ein konkurrenzfähiger Loft (30 Grad) und eine leicht angedeutete V-Sohle. Ehrlichkeit gehört dazu: Der PI-402 ist kein klassisch geschmiedeter Miura wie ein CB-302, sondern setzt auf eine dünne Schlagfläche – und liegt preislich am oberen Ende des Feldes.
TaylorMade P790 – gebaut für Länge
Der Klassiker der Kategorie ist auf Ballgeschwindigkeit ausgelegt und zeigt seine große Stärke bei nicht perfekt getroffenen Bällen: Wo andere Eisen bei Treffern Richtung Spitze Meter verlieren, kommt der P790 noch erstaunlich gut raus. Effizienz um 1,39, Spinwerte solide zwischen 4.400 und 4.800. Der Klang ist heller als bei den anderen – Geschmackssache. Wer maximale Fehlerverzeihung in dieser Klasse sucht, ist hier richtig.
Mizuno Pro M15 – das längste Eisen im Test (mit einem Aber)
Der Neuzugang von Mizuno lieferte mit 1,42 den Effizienz-Höchstwert des Tages und war dank einem Grad weniger Loft das längste Eisen im Test – bei trotzdem ordentlichen Spinwerten um 4.300. Ein sportliches, eher schmales Profil, das sich hervorragend anfühlt. Das Aber: Der starke Loft passt nicht zu jedem. Wer einen hohen dynamischen Loft hat – also den Schläger mit viel Rücklage zum Ball bringt – bekommt hier schnell Probleme mit der Abstimmung zu den Wedges. Gerade bei diesem Eisen gilt: vorher fitten lassen.
Was die Zahlen wirklich bedeuten
Drei Erkenntnisse aus den Messdaten, die über diesen Test hinaus gelten: Erstens erklärt der Loft fast immer die Längenunterschiede – ein Grad macht sich in Effizienz und Carry zuverlässig bemerkbar, egal welcher Hersteller draufsteht. Zweitens ist die Streuung wichtiger als der weiteste Einzelschlag: Ein Eisen mit 1,6 Metern Standardabweichung im Carry ist auf dem Platz mehr wert als eines, das mal 10 Meter weiter und mal 10 Meter kürzer fliegt. Und drittens entscheidet die Sohlenform mit: Wer steil in den Ball schwingt (7–8 Grad Angriffswinkel nach unten), profitiert draußen deutlich von V-Sohlen wie beim ZXi5 oder PI-402.
Fazit: Welches Eisen für wen?
Maximale Konstanz: Miura PI-402 – die geringste Streuung im Feld, dafür der höchste Preis. Preis-Leistung und Anpassbarkeit: Srixon ZXi5 – günstiger, top zu fitten, mehr Spin. Maximale Länge: Mizuno Pro M15 – aber nur, wenn der Loft zu deinem Schwung passt. Fehlerverzeihung: TaylorMade P790 – verzeiht Spitzentreffer wie kein anderes. Runder Allrounder: Callaway Apex Ai200 – ohne Schwäche, oft unterschätzt.
Einen klaren Gesamtsieger gibt es 2026 nicht – dafür ist die Auswahl schlicht zu gut. Was die Zahlen nicht zeigen: Mit einem anderen Schwungtyp können die Ergebnisse anders ausfallen. Genau deshalb testen wir diese Eisen im Fitting direkt gegeneinander – mit deinen Schlägen, deinen Werten, auf dem GC Quad.
Du willst wissen, welches dieser Eisen zu deinem Schwung passt? Beim markenunabhängigen Fitting in Rosenheim findest du es in 90 Minuten heraus.
Das komplette Video zum Thema findest du hier: Zum Video auf YouTube
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