Anti-Slice Driver Test 2026: Callaway Quantum Max D, TaylorMade Qi4D Max und Mizuno JPX One im Vergleich

Der Slice ist der häufigste Fehler vom Tee: Er kostet Länge, Genauigkeit und oft genug den Ball. Wir haben drei aktuelle Driver mit identischem Schaft und bewusst nachgestelltem Slicer-Schwung gegeneinander getestet. Das komplette Video siehst du oben.

So haben wir getestet

Gemessen haben wir auf dem GC-Quad-Launch-Monitor in unserem Fitting-Studio in Rosenheim, Schwunggeschwindigkeit rund 85 mph, Schaft jeweils ein Fujikura Ventus Blue mit 50 Gramm. Entscheidend: Wir haben das typische Slicer-Muster bewusst simuliert, also eine Schwungbahn 5 bis 7 Grad von außen und eine zur Schwungbahn offene Schlagfläche. Zusätzlich haben wir auf vergleichbare Treffpunkte geachtet, damit das Ergebnis fair bleibt.

Was Draw Biased wirklich bedeutet

Die Hersteller nennen es Max Draw oder Draw Biased, gemeint ist immer dasselbe: Hilfe gegen den Slice. Dafür gibt es zwei Hebel. Erstens steht die Schlagfläche schon in der Ansprechposition geschlossener. Zweitens sorgt die Gewichtsverteilung im Kopf dafür, dass sich die Schlagfläche im Treffmoment leichter schließt.

TaylorMade Qi4D Max: solide Unterstützung

Der Qi4D Max ist der am stärksten geschlossene Kopf von TaylorMade und das sieht man ihm in der Ansprechposition auch an. Mit 7 Grad von außen und rund 10 Grad offener Schlagfläche zur Schwungbahn wurde daraus ein spielbarer Fade statt eines Bunker-Balls. Dazu 13 Grad Launch und rund 3.000 Umdrehungen Spin, das sind ordentliche Werte für diese Geschwindigkeit. Wer von außen kommt, bekommt hier spürbare Hilfe.

Mizuno JPX One: der Neutrale im Feld

Der JPX One ist das neutralste Modell im Test und wird von Mizuno auch nicht als Anti-Slice-Kopf beworben. Optisch mit dem dezenten Blau ein echtes Highlight, aber die Bälle wollten deutlich mehr nach rechts: Beim gleichen Schwungmuster entstanden bis zu 18 Grad Rechtskurve und der Ball landete im Bunker. Ein Draw ist mit dem JPX One möglich, er verzeiht eine offene Schlagfläche aber weniger. Für neutrale Schwünge ein richtig guter Kopf, als Slice-Killer nicht die erste Wahl.

Callaway Quantum Max D: der klare Sieger

Der Quantum Max D steht von allen drei Köpfen am deutlichsten nach links. Ein Grund ist der aufrechtere Lie-Winkel: Steht der Schaft steiler, zeigt die Schlagfläche in der Ansprechposition automatisch mehr nach links. Das Ergebnis war beeindruckend. Selbst mit 7 Grad von außen und 6 Grad offener Schlagfläche landete der Ball im Ziel, der gesamte Streukreis lag am Ende sogar leicht links davon. Der Slice war praktisch eliminiert. Einziger Punkt: Der Spin war eher flach. Mit mehr Loft, zum Beispiel 12 Grad, wäre bei dieser Geschwindigkeit sogar noch mehr Länge drin.

Das Fazit: selten so eindeutig

So klar fällt ein Vergleich bei uns selten aus. Der Callaway Quantum Max D ist in Sachen Richtung der eindeutige Sieger und erinnert an den legendären Rogue Max D, der damals ebenfalls alles geschlagen hat. Der TaylorMade Qi4D Max ist eine solide Nummer zwei. Der Mizuno JPX One spielt in der Kategorie Anti-Slice nicht vorne mit, will das aber auch gar nicht.

Was heißt das für dich?

Wenn dein Muster von außen mit offener Schlagfläche ist, kann der richtige Driver-Kopf sofort Schläge sparen, ganz ohne Schwungumstellung. Welcher Kopf, Loft, Schaft und Lie-Winkel zu deinem Schwung passen, finden wir gemeinsam im Driver-Fitting in unserem Studio in Rosenheim heraus. Wir sehen diese Probleme täglich in den Fittings und wissen, welche Kombination sie löst.